Das Ende der Frontalberieselung

Sie kennen sicher den Spruch von Konrad Lorenz „Gesagt ist noch nicht gehört, gehört noch nicht verstanden usw“. Bei den eigenen Veranstaltungen liegt es in Ihrer Hand ob Ihre Gäste, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuhören, verstehen, emotional bewegt sind, aktiv mitwirken, sich engagieren.

Wie das gelingt, ist langjähriges Knowhow aus der Personal- und Organisationsentwicklung. Trotzdem gleichen noch viele Fach- und Jahrestagungen, Kunden- und Mitgliederveranstaltungen einem monotonen Frontalunterricht

Bei einer Tagung für Wissenschaftskommunikation in Wien waren sich sogar die Wissenschaftler darüber einig, dass das Konzept der „Defizitkommunikation“ –  also ein vermeintlich unwissendes Publikum mit den Segnungen der Wissenschaft vertraut zu machen –  ausgedient hat. Die Kommunikation müsse „symmetrisch“ verlaufen, man solle voneinander lernen.

Bei Seminaren, Workshops und Konferenzen werden interaktive Methoden seit den 80er-Jahren immer selbstverständlicher. Nach einem Kongress im Jahr 1984 mit aufwändiger Vorbereitung bekam der Organisationsberater Harrison Owen das Feedback, das Beste wären die Kaffeepausen gewesen. Er überlegte: Wie kann eine Veranstaltung ablaufen, die nur noch aus Kaffeepausen besteht? Das war die Geburtsstunde von „Open Space“ und der Entwicklung und weltweiten Verbreitung von Methoden, die aus passiven TeilnehmerInnen aktiv Mitwirkende machen. Diese Gründungslegende, die Coffee-break-Metapher, hat vielleicht auch eines der neueren Formate, das World Café inspiriert.

Wenn es bei Ihrer Veranstaltung, z.B. einer Fachtagung, darum geht, zwanglos Kontakte zwischen Personen zu knüpfen, die sich erstmals treffen und sofort offen über eine konkrete Frage diskutieren sollen, oder wenn eine interdisziplinäre Gruppe ihr breites Know-how zusammenführen soll, dann könnte World Café die richtige Methode sein. Könnte! Aber entscheiden Sie sich nicht nur dafür, weil das gerade „in“ ist.

Um aus der Vielfalt dieser Methoden, von der Zukunftskonferenz bis zu Appreciative Inquiry, von Speed Dating bis zum Metalog, die richtigen zu wählen, muss man wissen, wie sie funktionieren, was die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ablauf sind und schon viel Erfahrung in der Begleitung solcher Veranstaltungen gesammelt haben

Wenn Sie Beschreibungen von Methoden oder Beispiele der Anwendung suchen, dann werden Sie bei „all-in-one-spirit“ und „transformation“ fündig. Matthias zur Bonsen und Erich Kolenaty haben Pionierarbeit zur Verbreitung innovativer Methoden für Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum geleistet. Deshalb verweise ich gerne auf diese Sites, auf denen Sie eine Fülle von Informationen finden.

www.all-in-one-spirit.de/

www.transformation.at

 ©Rudolf Heller_www.rudolf-heller.at

©Rudolf Heller_www.rudolf-heller.at

 

 

 

Das Bild zu diesem Beitrag ist ein Werk des Künstlers Rudolf Heller, Wien, www.rudolf-heller.at
Titel: wknr1599ab „sprachlos“, 2010, acryl, kreiden auf folie – 2-teilig, gesamt 107/167cm

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